Südkorea und Vietnam vertiefen Kooperation bei Rohstoffen

von | Dez 2023

Vietnam besitzt die zweitgrößten Seltenerdvorkommen nach China.

Südkorea und Vietnam wollen im Bereich kritischer Rohstoffe enger zusammenarbeiten. Gemeinsam sollen entsprechende Technologien entwickelt und ein Forschungszentrum zur Stärkung der Lieferketten eingerichtet werden, berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap News. Eine entsprechende Absichtserklärung hätten Südkoreas Industrieminister Bang Moon-kyu und sein vietnamesischer Amtskollege Nguyen Hong Dien bei einem Treffen in Seoul unterzeichnet. Dadurch soll die Umsetzung eines bereits im letzten Dezember zwischen den Ländern beschlossenen Abkommens über kritische Mineralien beschleunigt werden (wir berichteten). Die beiden Minister kündigten außerdem an, bis 2030 den bilateralen Handel von 87,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 auf 150 Milliarden US-Dollar steigern zu wollen.

Vietnam besitzt nach China die weltweit zweitgrößten geschätzten Seltenerdvorkommen (PDF) und die drittgrößten Reserven an Wolfram (PDF). Das asiatische Land will seine derzeit nur geringe Produktion Seltener Erden bis 2030 um das 470-fache steigern und zu einem wichtigen Lieferanten der Rohstoffe werden. Südkorea wiederum verfüge nach Angaben seines Ministeriums für Handel, Industrie und Energie fortschrittliche Technologien für den Abbau und die Veredelung dieser Mineralien, so Yonhap. Der Staat ist selbst arm an Bodenschätzen und will seine Abhängigkeit insbesondere von Importen aus China reduzieren. Dazu wurde eine Strategie ausgearbeitet, die unter anderem mehr Recycling sowie neue Partnerschaften mit rohstoffreichen Ländern vorsieht. Allerdings verstärkt Südkorea parallel auch seine Zusammenarbeit mit China (wir berichteten).

Photo: iStock/EvgenyMiroshnichenko

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