Die Anlage der Geschäftssparte Remloy in Bitterfeld soll die bisher abgedeckten Stufen der Wertschöpfungskette ergänzen.

Der kanadische Seltenerdunternehmen Mkango Resources arbeitet am Aufbau einer Wertschöpfungskette für die kritischen Rohstoffe. Zum Portfolio gehören das Bergbauprojekt Songwe Hill in Malawi und eine geplante Aufbereitungsanlage im polnischen Puławy. Über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften ist Mkango zudem in Recyclingaktivitäten in Europa und Nordamerika involviert.

Diese Sparte soll nun erweitert werden. Mit dem deutschen Technologieunternehmen Heraeus wurde eine Vereinbarung zur Übernahme von dessen Recyclingbetrieb unterzeichnet. Der Wert der Transaktion wird mit acht Millionen Euro beziffert.

Über die Geschäftssparte Remloy verwertet Heraeus im sachsen-anhaltischen Bitterfeld ausgediente Neodym-Eisen-Bor-Magnete wieder. Die Verarbeitung erfolgt über ein sogenanntes Medium-Loop-Recycling, ein Schmelzverfahren, bei dem aus Altmagneten wieder verwertbare Legierungen für neue Magneten entstehen. Das Verfahren soll die anderen, von Mkango eingesetzten Recyclingverfahren ergänzen, insbesondere über das Tochterunternehmen Hypromag im baden-württembergischen Pforzheim. Ziel ist es, unterschiedliche Recyclingstufen im Magnetkreislauf abzudecken.

Die Anlage von Remloy verfügt über eine jährliche Kapazität von rund 500 Tonnen Neodym-Eisen-Bor -Legierung. Nach ersten Testproduktionen sind für das laufende Jahr auch Verkäufe vorgesehen. Zudem verfügt Remloy nach eigenen Angaben über Lagerbestände von mehr als 300 Tonnen an Magneten, Legierungen und weiteren Rohstoffen, was die weitere Betriebsentwicklung unterstützen soll.

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