Die Europäische Kommission hat am Montag ihre Plattform für die gemeinsame Rohstoffbeschaffung offiziell gestartet. Die Bündelung der Nachfrage ist Teil der praktischen Umsetzung des Critical Raw Materials Acts (CRMA) von Mai 2024. Im vergangenen Juli war bereits ein vergleichbarer Mechanismus für den Einkauf von Wasserstoff eingerichtet worden.
Die EU erhofft sich von der neuen Plattform eine stärkere Verhandlungsposition europäischer Unternehmen auf dem Weltmarkt. Durch gemeinsame Einkäufe sollen bessere Preise und stabilere Lieferbedingungen erzielt werden. Der Fokus liegt auf Seltenen Erden sowie Materialien für die Verteidigungs- und Batterieindustrie.
Die Ausschreibung der EU-Kommission ist in Runden organisiert, für die erste können sich Unternehmen seit gestern registrieren. Die Ergebnisse werden den Teilnehmenden am Ende jeder Runde zur Verfügung gestellt, dies wird für September erwartet, meldet die Nachrichtenagentur Reuters.
Aus der Industrie war schon anlässlich der Verabschiedung des CRMA Kritik an der Bündelung des Einkaufs zu hören gewesen. Dabei wurde auf die unternehmensspezifischen Unterschiede bei den Anforderungen an Rohstoffe verwiesen.
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