Kaum neue Informationen zu Seltenen Erden nach dem Treffen der Staatschefs Chinas und der USA.  

Das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping in der vergangenen Woche wird von beiden Seiten als positiv bewertet. Viele Details oder konkrete Ergebnisse liegen bislang jedoch nicht vor. Auch im Hinblick auf die seit April 2025 geltenden Restriktionen für den Export Seltener Erden gibt es bislang keinen neuen Stand. In einer Veröffentlichung des Weißen Hauses heißt es allerdings, China werde auf die Bedenken der USA hinsichtlich möglicher Lieferengpässe bei Seltenen Erden und anderen kritischen Mineralien eingehen. Dazu zählen unter anderem Yttrium, Scandium, Neodym und Indium. Darüber hinaus werde China demnach auch die Verbote bzw. Beschränkungen beim Verkauf von Anlagen, Ausrüstung und Technologien zur Produktion und Verarbeitung Seltener Erden adressieren. Dabei dürfte es um die im vergangenen Oktober angekündigten Vorgaben gehen, die einen Monat später jedoch für ein Jahr ausgesetzt wurden. Vorausgegangen war ebenfalls ein Treffen der beiden Präsidenten. Die Pause gilt laut den chinesischen Behörden bis zum 10. November 2026. Das Inkrafttreten hätte weitreichende Folgen, denn ausländische Unternehmen sollen eine Genehmigung einholen müssen, wenn sie Magnete exportieren wollen, die bereits geringe Mengen chinesischer Seltener Erden enthalten. Selbiges gilt, wenn chinesische Technologien für Bergbau, Verarbeitung oder Magnetherstellung genutzt wurden. 

China hat die Informationen des Weißen Hauses bislang nicht bestätigt und hält sich bedeckt. Dass es zwischen beiden Seiten einen kontinuierlichen Dialog gibt, legt allerdings eine Äußerung des obersten Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten, Jamieson Greer, nahe. Ihm zufolge hätten die Ausfuhren Seltener Erden von China in die USA wieder zugenommen. Sollten US-Firmen Probleme mit den Ausfuhrregularien haben, nehme man Kontakt zu den chinesischen Partnern auf. Diese bezeichnet Greer als konstruktiv. An der grundsätzlichen Linie Pekings, bestimmte Exporte zu untersagen, wenn sie die nationale Sicherheit gefährden könnten – Stichwort Dual Use – dürfte sich unterdessen nichts geändert haben.  

 Der Gegenbesuch Xi Jinpings in Washington, D.C., wird für den Herbst erwartet und damit kurz vor dem möglichen Inkrafttreten der neuen Restriktionen. 

 

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