Gesamte Wertschöpfungskette für die kritischen Rohstoffe im Blick.
Der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar hat am Dienstag die Unterzeichnung eines strategischen Abkommen über kritische Mineralien und Seltene Erden mit den USA bekanntgegeben. Es soll die gesamte Wertschöpfungskette einschließlich Bergbau, Verarbeitung, Recycling und damit verbundenen Investitionen umfassen, zitiert die indische The Economic Times den Minister.
Die Vereinbarung fällt in eine Phase engerer Abstimmung zwischen beiden Staaten: Indien und die USA gehören gemeinsam mit Japan und Australien dem Quad-Format an, dessen Außenminister derzeit in Neu-Delhi beraten. In seiner Eröffnungsrede nannte Jaishankar unter anderem widerstandsfähige Lieferketten sowie Konzentrationen in Produktion und Ressourcen als zentrale Herausforderungen.
Die USA und Indien versuchen derzeit, ihre starke Abhängigkeit von Rohstoffimporten aus China zu reduzieren. Indien besitzt eigene Seltenerdvorkommen, die Produktion ist jedoch mit knapp 3.000 Tonnen jährlich vergleichsweise gering. Dies soll sich ändern, wie aus dem im Februar veröffentlichten Haushaltsentwurf für 2026 und 2027 hervorgeht.
Im vergangenen Jahr hat der Subkontinent zudem umfangreiche Investitionen in die Herstellung von Magneten aus Seltenen Erden angekündigt, die unter anderem für die Automobilindustrie von großer Bedeutung sind.
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