2025 wurden im Jahresvergleich fast fünf Prozent mehr der kritischen Rohstoffe eingeführt. Der Importanteil Chinas bleibt indessen hoch.

Deutschland hat 2025 fast fünf Prozent mehr Seltene Erden importiert als im Jahr zuvor: Die eingeführte Menge stieg von 5.200 auf 5.500 Tonnen. Dies zeigen heute veröffentlichte Auswertungen des Statistischen Bundesamts (Destatis).

Zurückgegangen ist jedoch der Importanteil aus China. Während 2024 noch über 65 Prozent der Seltenen Erden aus der Volksrepublik bezogen wurden, waren es 2025 knapp 55 Prozent. Somit entfielen fast fünf Prozent von Chinas Gesamtexporten dieser Rohstoffe im vergangenen Jahr auf Deutschland. Die Volksrepublik dominiert mit großem Abstand die weltweite Förderung und vor allem Weiterverarbeitung der kritischen Rohstoffe.

20 Prozent der Seltenen Erden importierte Deutschland 2025 aus Österreich, fast elf Prozent aus Estland, so Destatis weiter. Das Amt weist jedoch darauf hin, dass die ursprüngliche Herkunft der Rohstoffe statistisch nicht nachweisbar sei. In den beiden Ländern werden Seltene Erden lediglich weiterverarbeitet.

Auch in der EU hohe Importabhängigkeit

Wie Deutschland importierte 2025 auch die EU den größten Teil ihres Bedarfs an Seltenen Erden aus China. Nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat wurden vergangenes Jahr 15.100 Tonnen in die EU eingeführt, davon kamen fast 47 Prozent aus China. Es folgten Russland mit knapp 26 Prozent und Malaysia mit 23 Prozent.

Um die hohe Importabhängigkeit zu reduzieren und die Rohstoffautonomie zu stärken, brachte die EU vor fast zwei Jahren den Critical Raw Materials Act auf den Weg. Das Gesetzespaket sieht unter anderem mehr heimischen Bergbau und Recycling bis 2030 vor. Ein kürzlicher Bericht des Europäischen Rechnungshofs zeigte jedoch auf, dass der Staatenbund bei der Umsetzung dieser Ziele kaum Fortschritte macht.

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