Gruppe der Sieben will Halbwertszeit von Rohstoffinitiativen verlängern.
Die G7-Staaten prüfen laut Reuters die Einrichtung eines dauerhaften Sekretariats, um Initiativen zur Sicherung kritischer Rohstoffe besser zu koordinieren. Ziel sei es, die Abhängigkeit von China bei Mineralien wie Lithium, Kobalt und Seltenen Erden zu verringern. Die Einrichtung einer permanenten Anlaufstelle solle dazu führen, dass entsprechende Projekte auch über die jährlich wechselnden G7-Präsidentschaften hinaus fortgeführt werden, berichtete Reuters unter Berufung auf fünf mit den Gesprächen vertraute Personen. Als mögliche Standorte für die Koordinierungsstelle gelten dem Bericht zufolge die OECD oder deren autonome Einheit, die Internationale Energieagentur IEA, beide mit Sitz in Paris.
Strittig sei allerdings unter anderem, ob Rohstoffreserven gemeinsam oder weiterhin national kontrolliert werden sollen. Europa bevorzuge laut den von Reuters zitierten Insidern nationale Vorräte und wolle eine zu starke Führungsrolle der USA vermeiden. Im Februar hatte die US-Regierung Vertretern aus 54 Ländern und der Europäischen Union ihre Pläne zur Neugestaltung des Weltmarkts für kritische Rohstoffe vorgestellt und damit als treibende Kraft beim Aufbau einer westlich geprägten Rohstoffarchitektur.
Für den morgigen Donnerstag hat laut Reuters Frankreichs Finanzminister Roland Lescure zu einem Onlinemeeting der G7 aufgerufen, Thema auch dort kritische Rohstoffe.
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